Zum Inhalt springen

Ratgeber für Heizen, Dämmen, Fördern und Kosten am Wohnhaus

Energie & WärmeKompass

Kompass

Glossar A–Z

1 Innenputz2 Mauerwerk3 Dämmung4 Außenputz

Von U-Wert bis Worst Performing Buildings: Hier erklären wir die Fachbegriffe, die in unseren Beiträgen vorkommen. Die Angaben zu Gesetz und Förderung entsprechen dem Stand der jeweiligen Beiträge; prüfen Sie vor einer Entscheidung die dort verlinkten Originalquellen. Im Fließtext der Beiträge sind diese Begriffe gepunktet unterstrichen – ein Fingertipp oder Mauszeiger zeigt die Kurzfassung.

Partner

Empfohlene Partner der PScoat Zurynski, Oezdogan & Co GmbH

Heiko Wittig

Energieberater in Leverkusen.

Klärt den Energiebedarf und die passenden Fördermittel, PScoat liefert dafür die 1-mm-Lösung für die Fassadendämmung.

Robert Spalj

Energieberater.

Klärt den Energiebedarf und die passenden Fördermittel, PScoat liefert dafür die 1-mm-Lösung für die Fassadendämmung.

A

Anlagenverluste
Wärme, die Heizung, Speicher und Rohrleitungen dorthin abgeben, wo sie niemand braucht – etwa in einen unbeheizten Keller. Laut Verbraucherzentrale-Energieberatung spart allein das Dämmen freiliegender Heizungsrohre bis zu 15 Euro Heizkosten pro Meter Rohr und Jahr.

B

BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist für die Zuschüsse zu Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude zuständig, also auch für die Dämmung der Gebäudehülle. Anträge laufen über das BAFA-Portal und müssen vor Vorhabenbeginn gestellt werden.
BEG EM
Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen. Grundlage ist die Richtlinie vom 17. August 2026 (Bundesanzeiger vom 27. August 2026). Für die Dämmung der Gebäudehülle gibt es 15 Prozent Zuschuss auf die förderfähigen Ausgaben; die gedämmte Außenwand muss dafür einen U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²·K) erreichen.
Bemessungswert
Der Wert der Wärmeleitfähigkeit, mit dem ein U-Wert für Gesetz und Förderung berechnet wird. Er stammt in der Regel aus der Norm selbst oder aus einem bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis, wie ihn etwa das Deutsche Institut für Bautechnik erteilt. Ein Laborwert im Prospekt ersetzt ihn nicht.
Blower-Door-Test
Beim Drucktest erzeugt ein Gebläse in der Haustür einen Unter- oder Überdruck und misst, wie viel Luft nachströmt. Das Ergebnis beziffert die Luftdichtheit des ganzen Hauses; Lecks lassen sich anschließend mit Rauch oder einem Luftstrommesser einzeln finden. Beschrieben ist das Verfahren in DIN EN ISO 9972.

D

Dämmbeschichtung (Nano-Dämmung)
„Nano-Dämmung“ ist kein Normbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung für Beschichtungen im Millimeterbereich, in die sehr kleine Hohlkugeln oder poröse Partikel eingebettet sind. Hersteller beschreiben eine geringe Wärmeleitung der Schicht und einen veränderten Wärmeübergang an der Oberfläche. Für Gesetz und Förderung zählt allein der nach Norm berechnete U-Wert mit einem nachgewiesenen Bemessungswert.

E

Energieeffizienz-Experte
Für Zuschüsse aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist eine solche Fachperson Pflicht. Sie lässt sich etwa über die von der dena betriebene Expertenliste finden, führt die Nachweise und belegt die technischen Mindestanforderungen in der Technischen Projektbeschreibung.

G

GModG (früher GEG)
Das frühere Gebäudeenergiegesetz trägt seit dem 29. Juli 2026 die Kurzbezeichnung Gebäudemodernisierungsgesetz. Eine allgemeine Pflicht, eine intakte Fassade nachträglich zu dämmen, enthält es nicht. Werden Außenwände erneuert, gilt nach § 36 in Verbindung mit Anlage 7 für Wohngebäude ein Höchstwert von 0,24 W/(m²·K).

I

iSFP
Der individuelle Sanierungsfahrplan beschreibt die Modernisierung eines Hauses in Schritten. Die Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude bezuschusst ihn mit 50 Prozent des Honorars, beim Ein- oder Zweifamilienhaus mit höchstens 650 Euro. Mit iSFP steigt die förderfähige Höchstgrenze für die erste Wohneinheit von 30.000 auf 60.000 Euro.

K

Kerndämmung
Bei zweischaligem Mauerwerk wird Dämmstoff in die vorhandene Luftschicht zwischen den Mauerschalen eingeblasen. Das Erscheinungsbild der Fassade bleibt unverändert; der Dämmwert ist durch die Breite der Luftschicht begrenzt. Die Verbraucherzentrale nennt als Orientierung etwa 20 bis 60 Euro je Quadratmeter Wandfläche.

L

Lambda (λ), Wärmeleitfähigkeit
Die Wärmeleitfähigkeit λ gibt in W/(m·K) an, wie gut ein Material Wärme leitet; je kleiner, desto besser dämmt es. Aus Schichtdicke geteilt durch λ ergibt sich der Wärmedurchgangswiderstand einer Schicht. Die Rechenbeispiele dieser Seite verwenden einen Dämmstoff mit λ = 0,035 W/(m·K).

P

Pauschalwerte
Ist der Aufbau einer Altbauwand unbekannt, helfen die Pauschalwerte aus der Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme im Wohngebäudebestand (Bundesanzeiger vom 4.12.2020). Sie sind nach Baujahr und Konstruktion gestaffelt – für eine ungedämmte Hochlochziegelwand bis 1968 etwa 1,4 W/(m²·K).

T

Technische Projektbeschreibung (TPB)
Der Fachbetrieb oder der Energieeffizienz-Experte erstellt vor dem Förderantrag eine Technische Projektbeschreibung. Ihre ID ist zwei Monate gültig und wird im Antrag beim BAFA abgefragt.
Thermografie
Ein Wärmebild zeigt, wie warm die Oberflächen eines Hauses sind, und macht Wärmebrücken, fehlende Dämmung oder undichte Anschlüsse sichtbar. Aussagekräftig ist es nur bei großem Temperaturunterschied zwischen innen und außen, also in der Heizperiode und ohne vorherige Sonneneinstrahlung auf die Fassade.
Transmission
Wärme wandert durch die Bauteile der Hülle nach außen – durch Außenwände, Dach oder oberste Geschossdecke, Fenster und Türen, Kellerdecke oder Bodenplatte. Wie groß der Verlust eines Bauteils ist, beziffert der U-Wert.

U

U-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärme in Watt durch einen Quadratmeter eines Bauteils fließt, wenn innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin herrscht. Eine Wand mit 1,4 W/(m²·K) verliert bei 20 Grad Unterschied 28 Watt je Quadratmeter, eine Wand mit 0,24 W/(m²·K) nur 4,8 Watt.

V

Vorgehängte hinterlüftete Fassade
Die Dämmung sitzt in einer Unterkonstruktion, davor hängt eine Bekleidung mit Luftspalt, der Feuchtigkeit zuverlässig abführt. Das Verfahren kostet laut Verbraucherzentrale ab etwa 90 Euro je Quadratmeter, je nach Bekleidung deutlich mehr, und lässt sich sortenrein zurückbauen.

W

Wärmebrücke
Örtlich begrenzte Stelle der Hülle, an der mehr Wärme verloren geht als in der Fläche – typisch sind Balkonplatten, Rollladenkästen, Heizkörpernischen und Gebäudeecken. Erkennbar sind sie im Wärmebild oder an kalten Oberflächen, an denen sich Feuchtigkeit niederschlagen kann.
WDVS
Beim Wärmedämmverbundsystem werden Dämmplatten auf die Wand geklebt oder gedübelt und verputzt – das verbreitetste Verfahren für verputzte Wände. Die Verbraucherzentrale nennt typischerweise 90 bis 140 Euro je Quadratmeter, im Rechenbeispiel mit Gerüst und Arbeitslohn 160 bis 190 Euro.
Worst Performing Buildings
Für Dämmmaßnahmen an besonders schlechten Gebäuden ist ab voraussichtlich Anfang 2027 ein zusätzlicher Bonus von 5 Prozentpunkten vorgesehen, wenn die Maßnahme Teil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplans ist.